Midori Takada (geboren am 21. Dezember 1951) ist eine japanische Komponistin und Perkussionistin. Sie gilt als Pionierin der Ambient- und minimalistischen Musik.

Sie absolvierte die Tokyo University of the Arts und begann ihre musikalische Karriere Mitte der 1970er Jahre als Perkussionistin im Berliner RIAS-Sinfonieorchester. Sie wurde unzufrieden mit der westlichen klassischen Musiktradition und kehrte nach Japan zurück, um afrikanisches Trommeln und indonesisches Gamelan zu studieren, sowie den frühen Minimalismus von Steve Reich und Terry Riley. Diese Einflüsse kanalisierte sie in die Gruppe Mkwaju Ensemble, die sie mit Joe Hisaishi, Yoji Sadanari, Junko Arase und Hideki Matsutake gründete. Das Mkwaju Ensemble veröffentlichte 1981 zwei Alben, Mkwaju und Ki-Motion, und sie wirkte zu dieser Zeit auch auf Aufnahmen von Toru Takemitsu und Satoshi Ashikawa mit.

Anfang 1983 nahm Midori Takada ihre erste Solo-LP, Through The Looking Glass, in drei Tagen auf. Sie spielt alle Parts auf dem Album, mit einer abwechslungsreichen Instrumentierung, darunter Perkussion, Marimba, Gong, Harmonium, Glocken, Okarina, Klavier und Coca-Cola-Glasflaschen. Das Album war bei seiner Veröffentlichung kommerziell nicht erfolgreich, erreichte aber in den späten 2010er Jahren Sammler und wurde dank des Internetvertriebs zu einem Sammlerstück.

Das Album wurde 2017 auf Vinyl und CD neu aufgelegt und wurde als "minimalistisches Ambient-Meisterwerk" gefeiert. Pitchfork nannte das Album "Best new reissue" und es wurde die zweitbestverkaufte Veröffentlichung des Jahres 2017 auf Discogs.

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